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Hypno-Mentaltraining steigert die intuitive Intelligenz!

Woran ist erkennbar, ob es sich um ein gescheites oder um ein dummes Gehirn handelt? An der Größe? Am Gewicht?

Hoffentlich sind Sie nicht enttäuscht zu erfahren, dass das Gehirn recht klein und leicht ist: nur 1,3 kg, und es hat auf einer Handfläche Platz.

Gut zu wissen, dass gescheite Gehirne nicht groß und schwer sein müssen, sondern reich vernetzt und anpassungsfähig. Wenn ich sage, reich vernetzt, dann sprechen wir von 1.000 Billionen Kontakten zwischen den einzelnen Nervenzellen. Rund um die Uhr kommunizieren 100 Milliarden Nervenzellen miteinander. Wie kann man sich diese Kommunikation vorstellen? - Als sinnvolle Muster von elektrischen und chemischen Signalen.

 

Stellen Sie sich eine einzelne Nervenzelle am besten als kleinen Kern vor, der viele Fasern in alle Richtungen zu den anderen Zellen hin ausstreckt. Eine Nervenzelle wird von einem Reiz erregt und erzählt die aufregende Neuigkeit sofort mehreren Nachbarzellen. Diese tratschen es weiter, und alle diese erregten, tratschenden Zellen bilden ein charakteristisches Muster. Beim Weitererzählen müssen die Zellen aber den Spalt überbrücken, der sie voneinander trennt. Das tun sie durch Absondern von Botenstoffen, also chemischen Signalen, und durch Feuern von elektrischen Impulsen. Winzig kleine Feuerzeichen, so dass es knistert zwischen den Nachbarn.

 

Spielen wir es gleich mal durch: Sie hören von mir das Wort "Plastizität". Was passiert jetzt ich Ihrem Hirn? Gleich vorne bei Ihrer Stirn, im Kurzzeitgedächtnis, wird dieses Wort registriert und bewertet. "Plastizität – das kommt mir bekannt vor – Plastilin – Mikroplastik – neulich ist doch was in der Zeitung gestanden über ein Unfallopfer, das nach Kopfverletzungen nur mehr emotionslos sprechen konnte – Umbau, Anpassung – irgendwie hab ich das Gefühl, das ist jetzt was Wichtiges …" So ähnlich würde es sich anhören, wenn Ihr Gehirn als erstes prüft, ob das gehörte Wort mit etwas Bekanntem zu tun hat, und bewertet, ob dieser Input für Sie wichtig ist. Woran erkennt das Gehirn, ob der Input zu etwas Bekanntem passt? Ganz einfach, es sucht die sinnvollen Muster zwischen den miteinander feuernden Nervenzellen nach Daten-Autobahnen und Daten-Feldwegen ab. Gedankenmuster, die schon lange bestehen und oft gedacht werden, sind wie breite Autobahnen, auf denen die Daten schnell und leicht weitergeleitet werden können. Andere Inhalte sind besser versteckt, das Gehirn findet sie auch, aber erst nach längeren Umwegen über wenig begangene Feldwege. Das kennen Sie, wenn Sie sich z.B. an den Namen von einem Hotel erinnern möchten, wo Sie vor 20 Jahren Urlaub gemacht haben. Es besteht kein Grund zur Sorge, wenn Ihnen dieser Name erst am nächsten Tag einfällt. Diese Info war einfach lange Zeit nicht wichtig für Sie, deshalb haben einige Nervenzellen in Ihrem Gehirn die Verbindungen dazu wieder gelöst. Der Spalt zwischen den Zellen – er heißt übrigens "synaptischer Spalt" wurde länger nicht mit knisternder Chemie versorgt, die Zellen wurden einander gleichgültig.

 

Woran erkennt das Gehirn, ob eine Information für Sie wichtig ist? - Wenn ein Input bei Ihnen spontane Gefühle weckt, ist das ein untrügliches Zeichen für Wichtigkeit. Auch wenn etwas sinnlich mehrfach beeindruckt, also gut klingt, interessant ausschaut und sich wie ein Zungenbrecher anfühlt, wie das Wort "Plastizität", wird es vom Gehirn als wichtig bewertet. Dazu trägt auch die Wiederholung bei, deshalb gleich ein drittes Mal: "Plastizität"! Verknüpft mit Bekanntem, emotional interessant und mehrmals wiederholt: Dieser Input hat eine Chance auf Weiterleitung in Ihr Langzeitgedächtnis.

Lassen wir endlich die Katze aus dem Sack! Was ist Plastizität? Eben genau die schon erwähnte intelligente Anpassungsfähigkeit des Gehirns. Das Gehirn baut nämlich sich selber das ganze Leben lang um. Wichtiges und Reizvolles wird intern weitergeleitet, mit zahllosen Verbindungen angereichert und fest verankert. Aber nur so lange, wie der Inhalt für uns persönlich bedeutungsvoll und für unser Überleben wichtig ist. Das Aufrechterhalten aller Verbindungen zwischen 100 Milliarden Zellen kostet Energie. Haben Sie schon mal versucht, mit allen Ihren Schulkollegen Verbindung zu halten? Dann wissen Sie, wie es dem Hirn geht, und warum manche synaptische Spalte nicht mehr knistern.

 

Noch interessanter wird es, wenn wir die Plastizität unseres Gehirns im Zusammenhang mit den tiefen Überzeugungen betrachten, die der Lebenseinstellung und dem Selbstbild zu Grunde liegen. Was denken Sie über sich und über das Leben im Allgemeinen? Wie sind Sie zu diesen Überzeugungen gekommen? Wollen Sie das weiterhin denken? Müssen Sie dabei bleiben – jetzt, wo Sie den synaptischen Spalt kennengelernt haben und die Plastizität Ihres Gehirns …?

Hohe "intuitive Intelligenz" wohnt in reich vernetzten und anpassungsfähigen Gehirnen.

 

Da setzen wir noch eins drauf, denn wir haben nicht nur "ein" Gehirn, sondern je eines links und rechts und je eines oben und unten. Das eröffnet neue Dimensionen der Zusammenarbeit!

Bestimmt haben Sie schon von den einander ergänzenden Stärken der beiden Gehirnhälften gehört. Die linke Hemisphäre arbeitet tendenziell mehr analytisch, logisch, rational, linear, abstrakt. Sie ist vorrangig am Werk, wenn wir uns an Details und in der Zeit orientieren, wenn wir Kopfrechnen oder die Grammatik einer neuen Sprache entschlüsseln.

Die rechte Hemisphäre arbeitet eher ganzheitlich, simultan, in großen Zusammenhängen, sie hat den weiten Überblick, orientiert sich gut im Raum, verlässt sich auf Intuition und Emotion, denkt kreativ und unkonventionell, sie bezieht Körpergefühle, farbige Bilder und Klangvorstellungen in ihre reichhaltigen Experimente mit ein.

Vielleicht war Ihnen jetzt die eine oder die andere Gehirnhälfte sympathischer. Das würde daran liegen, dass bei vielen Menschen eine bestimmte Gehirnhälfte dominiert. Umso wichtiger für Sie als "intuitiv intelligenten" Menschen ist das Wissen um die Stärken der ergänzenden Hemisphäre. Und Ihre Bereitschaft, eine gute Vernetzung zwischen Ihren beiden Gehirnhälften zu trainieren. Das macht Sie nämlich nicht nur intelligent und leistungsfähig, sondern auch ausgeglichen und lebensfroh.

Wie geht dieses Gehirnhälften-Training? Ganz einfach und angenehm: regelmäßig tiefe Entspannung, Tagträume und Spaziergänge.

 

Sie haben jetzt das Gehirn rechts und links kennengelernt, sowie oben, also im Kopf – und was ist mit dem Gehirn "unten"? Auch das kennen Sie aus dem Alltag, ich spreche natürlich vom "Bauchhirn". Es meldet sich bei Ihnen manchmal als "Instinkt" oder "Gespür", und das geht dann ganz schnell und kompakt. Auf Firlefanz wie Details und rationale Begründungen kann das Bauchhirn verzichten.

Was Sie vielleicht nicht wussten: Wir haben rund um Dünndarm und Dickdarm weitere 100 Millionen echte Nervenzellen! 

Wer einen potenzielle Geschäftspartner mit Hilfe des "Bauchgefühls" einschätzt und wichtige Entscheidungen "aus dem Bauch heraus" trifft, ist daher nicht zu belächeln, sondern zu bewundern, denn dieser Mensch ist besonders "intuitiv intelligent".

Das "Hirn im Darm" ist kein esoterisches Hirngespinst, sondern anatomisch vorhanden und wissenschaftlich erfasst. Ein "Gespinst" ist es sehr wohl, nämlich ein vielfach vernetztes, mit Hilfe der schon bekannten chemischen und elektrischen Verbindungen zwischen Nervenzellen. Sogar das "Hirn im Kopf" räumt Signalen aus dem "Hirn im Bauch" oberste Priorität ein. In solchen Situationen passt das Kopfhirn sein Verhalten an, da wird nicht mehr lang gefiltert und analysiert, sondern sofort gehandelt.

 

Hypno-Mentaltraining ist eine Art Gebrauchsanweisung für das Gehirn. Sie erfahren viel darüber, wie das menschliche Gehirn funktioniert. Dieses Wissen wenden Sie auf Ihr eigenes Denken und Wahrnehmen an. Oberstes Ziel ist, dass Sie sich wohlfühlen und Ihr ganzes mentales Potenzial kennenlernen und einsetzen.

Hypno-Mentaltraining beruht auf dem Hausverstand, den geistig rege Menschen immer schon hatten. Hinzu kommen die neuesten Erkenntnisse aus Neurowissenschaft und moderner Psychologie, die die Effektivität des Mentaltrainings in vielen Versuchsreihen nachgewiesen haben. Heute wissen wir, dass alle Denkmodelle und Methoden, die wir im Mentaltraining verwenden, solide körperliche Grundlagen haben, also anatomisch und wissenschaftlich fundiert sind.

Die faszinierenden Übungen des Hypno-Mentaltrainings beweisen Ihnen, dass Sie Ihre Gefühle, Gedanken, Körpervorgänge und Erlebnisse großteils selbst steuern. Sie werden die intuitive Intelligenz Ihres eigenen Körpers spüren und die Macht Ihrer eigenen Gedanken ausüben.

 

Zu guter Letzt noch ein Zitat von einem Künstler, der sich selbst mehrmals "neu erfunden" hat, Francis Picabia: "Der Kopf des Menschen ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann."


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